Wenn jemand Arzt geworden ist, arbeitet er meist dort, wo er eine perfekte Symbiose aus Arbeitsintensität findet und trotzdem noch genügend Freizeit hat. Diese Möglichkeit ist in Großstädten eher gegeben, weil es viele Arztpraxen gibt in denen man Arbeit findet, aber auch Krankenhäuser, die ständig Bedarf an ausgebildetem Fachpersonal haben. Anders ist es in Kleinstädten und Dörfern. Dort sind die Ausbildungsmöglichkeiten aber auch die nötigen Gehälter nicht in der Form gegeben, weshalb sich immer mehr Menschen entscheiden ihren Arztberuf in der Stadt auszuüben, was die kleineren Ortschaften meist in größere Probleme bringt.
Das Problem um die Arzttermine
In kleinen Ortschaften gibt es meist einen spezialisierten Arzt oder im schlimmeren Fall auch gar keinen. Um von einem spezialisierten Arzt behandelt zu werden, muss man meist in eine größere Stadt fahren oder darauf warten, dass in regelmäßigen Zeitabständen einer kommt und meist hat dieser auch nicht die benötigten Apparate um eine ordentliche Behandlung zu gewährleisten. So sind die Patienten auf eine nicht so qualitative Behandlung angewiesen, wie sie sie eigentlich in einer Großststadt problemlos bekommen könnten. In den folgenden Jahren wird sich dieser Zustand auch nicht unbedingt bessern, was einige Fragen aufwirft.
Bald keine Ärzte in Kleinstädten mehr?
Viele fragen sich, ob man für eine Behandlung bald sehr weit fahren muss, was sicherlich negativ wäre, wenn man beispielsweise auf eine Therapie angewiesen ist, da die Transportkosten auch viel Geld kosten könnten. Der Staat versucht deshalb auf neue Methoden zu setzen, die Öffnung der Praxen zu subventionieren aber auch mehr Ärzte auszubilden. Die Ausbildung zusätzlicher Ärzte könnte allerdings die Qualität der gesundheitlichen Dienstleistung in Mitleidenschaft ziehen, weshalb dieser Prozess vorsichtig und sehr langsam von Statten gehen muss. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis man flächendeckend qualifizierte Ärzte hat in der Bundesrepublik und nicht nur in großen Städten.
Was man als Patient tun kann
Einem Patienten bleibt nichts anderes übrig als lange auf einen Arzttermin zu warten oder seinen Arzttermin online buchen. Dies geht beispielsweise bei Portalen wie Stylexa. Man kann sich auf solchen Portalen die Ärzte aussuchen, die besonders nahe sind oder früher Termine anbieten. Trotzdem bleibt der schlechte Nachgeschmack lange Fahrten auf sich zu nehmen, wenn grundsätzlich keine Ärzte in nächster Nähe vorhanden sind. Diese Fahrtkosten, und das wissen die Wenigsten, kann man sich von seiner Krankenkasse zu einem gewissen Teil zurückerstatten lassen. Dazu sollte man sich mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen.
Wann Reisekosten von den Krankenkassen erstattet werden
Im Regelfall zahlt die Krankenkasse nur eine Behandlung oder eine Therapie bei einem Arzt, der seine Praxis im Umkreis von circa 25 Kilometern hat. Die Reisekosten werden erst ab einer Entfernung von 25 Kilometern erstattet, wenn festgestellt wird, dass der Patient die langen Wartezeiten, die er bei seinem Hausarzt hätte, nicht hinnehmen könnte oder dann, wenn im Umkreis von 25 Kilometern kein geeigneter spezialisierter Arzt vorhanden ist. Dafür muss man einen Antrag stellen und seine Fahrkarten aufheben, damit man auch einen Beleg darüber hat, dass man den Weg zum Arzt auch tatsächlich auf sich genommen hat.
